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Industriefilm: Was ist das?

Grundsätzlich ist ein Industriefilm nichts Anderes als ein Wirtschaftsfilm, denn es handelt sich hierbei um die – eigentlich – veraltete Bezeichnung. Trotzdem können natürlich beide Begriffe als Synonyme verwendet werden, denn sie sind schlicht und ergreifend gleichbedeutend. Dabei umfasst die Gattung der Industriefilme oder Wirtschaftsfilme grundsätzlich alle Filme, deren einschlägiger Zweck und Inhalt grundsätzlich sozialpolitischer, wirtschaftlicher, wirtschaftspolitischer, betriebswirtschaftlicher oder volkswirtschaftlicher Natur ist, so dass – im weiteren Sinne betrachtet – auch Werbefilme und Imagefilme zu dieser Filmgattung gezählt werden können.

Dabei sind so genannte Industriefilme in ihrer Länge wesentlich kürzer und besitzen eigentlich keine unterhaltende und erzählerische Absicht, so wie man das vom so genannten Spielfilm oder anderen Filmgattungen, wie Musikfilmen oder Tanzfilmen her kennt. Ein Wirtschafts- oder Industriefilm besitzt dagegen eine informierende und häufig auch eine erklärende bzw. produkterklärende Absicht und kann daher durchaus auch eine Länge von lediglich wenigen Minuten Dauer besitzen. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch unterhaltende Elemente und so genannte Narrationselemente eingesetzt werden können, um das Publikum am Film zu halten und dafür zu sorgen, dass der betreffende Film bis zum Ende angeschaut wird.

Der Name Industriefilm entstand vor allem aus der Tatsache heraus, dass diese Art der Information und auch der Werbung oder des Marketings ursprünglich auf Grund hoher Kosten vor allem großen Unternehmen vorbehalten war. Diese waren meist im industriellen Umfeld angesiedelt, so dass sich der Name Industriefilm durchsetzte und bei vielen Beteiligten und auch Nutzern bis heute erhalten hat. Dieser Sachverhalt liegt derzeit allerdings nicht mehr vor, denn Image-, Wirtschafts- und Industriefilme können heute relativ preiswert produziert und auch kostengünstig vertrieben werden. Man denke hierbei nur an die Möglichkeiten, die das Internet und damit auch Portale wie Youtube oder Instagram bieten.

Trotzdem sollte bei allen relevanten Möglichkeiten auch immer bedacht werden, dass die Intention eines Wirtschaftsfilms darin besteht, ein nachhaltiges Verständnis und auch Interesse für bzw. an technischen und wirtschaftlichen sowie politischen Vorgängen und Sachverhalten zu wecken. Ein Industriefilm könnte somit am ehesten noch mit einer Reportage oder Dokumentation verglichen werden und beinhaltet oftmals auch Elemente dieser beiden Gattungen, ohne dabei zu sehr in die eine oder andere Richtung zu tendieren und das eigene Genre zu verlassen.

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